Eifelsteig Etappe 15: Kordel (Bhf) – Burg Ramstein – Trier

Sa 11-5-2013
Abstand: 16,5 km

Wanderzeit: 9.40 – 14.40
Wetter: Bewölkt – wechselhaft – kalter Wind – Schauer – 14°C
Stille: 3/5

Afb 00087

Nach unserer etwas eigenen Manier gestern, gehen wir heute so ‘ziemlich’ orthodox die letzte Etappe nach Trier. Obwohl. Parken tun wir am Bahnhof Kordel. Hinter einer großen Gruppe Pilger gehen wir die kleine Straße zum Wanderparkplatz Burg Ramstein (etwa 2 km). Solche Pilgergruppen werden wir heute des öfteren treffen. Am Parkplatz wandern wir flink den Berg hoch zur Burg, an der ‘Quellpfütze’ vorbei (wird kaum noch beachtet), bis zum offiziellen Eifelsteig. Diesmal biegen wir links ab und schon bald verlieren wir uns aus den Augen. J. vorneweg; den sehen wir nicht mehr wieder bis Trier.

Jens verschwindet am Horizon (Burg Ramstein)

Jens verschwindet am Horizon (Burg Ramstein)

Es geht auf Waldwegen zu der ersten Buntsandsteinhöhle, der Klausenhöhle. Auf dem Weg dorthin mache ich Bekanntschaft mit einem einsamen Wanderer, der deutlich einen Mehrtagesrucksack trägt. Es ist sein 15. Tag auf dem Eifelsteig!!! Auch später am Tag werde ich einen kranigen 70er treffen, der den Wandersteig von Aachen bis Trier in einem Stück zurückgelegt hat. Der Heidelberger scheint sich zu freuen, ein Stück gemeinsam zurückzulegen und so erreichen wir zusammen die Klausenhöhle. Mich fasziniert die Höhle dermaßen, dass ich mich entscheide auf die anderen zu warten.

Einige Kilometer weiter treffen wir unseren Schwaben wieder an der Genovevahöhle. Ganz oben sitzt eine junge Neanderthalerin, ein holländisches Mädel, und kocht sich ein Süppchen, während ihre Freundin im Wald nach weiterem Brennholz spürt.

Flotte Neanderthalerin in der Genovevahöhle

Flotte Neanderthalerin in der Genovevahöhle

Inzwischen gibt’s einen kräftigen Schauer und Elke aus L. meldet per SMS, dass ihre Wandergruppe sich kurz hinter Kordel befindet. Keine Chance sich heute zu treffen. Wenn der Schauer nachlässt, ziehen wir weiter. Vorne weg B. und ich, hinten Ka. und H., dazwischen An (K. und U. haben uns inzwischen verlassen und sind mit dem Auto nach Trier zur Stadtbesichtigung). Am Eifelkreuz geht’s links ab, vorbei an einem Baum wo mehrere Schuhe die Äste schmücken (wird schon alles seine Bedeutung haben). Dann hört der Wald auf und erscheint eine schöne Wiese mit Obstbäumen und Weitblick über das Moseltal. Zeit für ein Picknick, Zeit auch für die anderen um aufzuholen.

Komische Leute, die Römer

Komische Leute, die Römer

Zusammen geht’s dann in Richtung Biewer, kreuz und quer durch den Ort, und auf der anderen Seite wieder steil hoch zu dem Felsenweg. Es betrifft einen Weg, der hoch auf den Buntsandsteinfelsen am Moseltal in Richtung Trier führt, mit hin und wieder wunderschönen Aussichten auf die Mosel und die Stadt Trier.


Der Wind pfeift uns kalt um die Ohren und die Sonne lässt sich nicht mehr blicken. An und ich laufen am Weisshaus vorbei (und merken nicht, dass J. auf der Terrasse sein 2. Bier genießt) und gehen runter zum Wanderparkplatz, der Ende und Anfang des Eifelsteigs signalisiert.

Während unseres angeregten Gesprächs mit dem 70-jährigen Eifelsteigwanderer aus dem Kölner Raum (‘wir sollten unbedingt den Rothaarsteig mal gehen’), klingelt das Handy, sodass wir bald alle zusammen (wieder hinter einer Pilgergruppe) die Treppen runtergehen zur Moselbrücke. Während wir stolz über die Mosel schreiten, öffnen sich die Himmelschleusen und wenn wir an der Porta Nigra ankommen, gießt es wie aus Eimern. Flüchten in die Porta bringt nix, zu viele Leute und es zieht fürchterlich. Ein Café neben der Porta bringt Rettung.

Porta Nigra im strömenden Regen mit fröhlichen Japanern und roten Marxen

Porta Nigra im strömenden Regen mit fröhlichen Japanern und roten Marxen

Leider zwingt uns die Uhr (Abreisetag) zum Bahnhof zu sprinten, wo wir noch gerade den Zug nach Kordel erwischen. Ich muss zugeben, von unserer Ankunft in Trier hatte ich mir mehr vorgestellt, aber die Gruppendynamik hat’s anders entschieden. Gut eine Viertelstunde später sind wir im Bahnhof Kordel und an den Autos. So richtig das Ende unseres Eifelsteigerlebnisses feiern ist nicht mehr drin, aber einen Trost gibt es: Trier ist nicht das Ende, sondern der Anfang. Nächstes Jahr sehen wir uns wieder auf dem Hunsrücksteig 🙂 Wer gerne über meine anderen Eifelsteig-Etappen Näheres erfahren möchte, einfach klicken auf dem TAG. Wie graag meer leest over mijn andere Eifelsteigetappes gewoon klikken op de TAG hiernaast.

Mein Track (Bahnhof Kordel – Burg Ramstein – Klausenhöhle – Trier)

Fotos im Picasa-Fotoalbum

Advertenties

6 Reacties op “Eifelsteig Etappe 15: Kordel (Bhf) – Burg Ramstein – Trier

  1. Habe ich jetzt auch gemacht 🙂

  2. Pingback: Der Eifelsteig zwischen Kordel und Trier – Eine Bahnfahrt mit Folgen – Golf spielen auf der Hochburg | Fotografische Reisen und Wanderungen

  3. Lieber Guido, eure Wanderungen sind irgendwie immer flott vorbei.Es war lustig zu lesen, wie ihr so auseinander gewürfelt am Ende erst wieder zusammen findet.
    Vielleicht treffen wir uns auf dem Hunsrücksteig, wer weiß wo die Mädelstour im kommenden Jahr stattfindet. Die Gegend ist ja wirklich klasse.

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