Saar-Hunsrück-Steig Etappe 15: Bonerath – Trier

Do 29-5-2014, Christi Himmelfahrt und Vatertag
Teiletappen 14-15
Abstand: 22,2 km (davon 581 hoch)
Wanderzeit: 9.30 – 16.00
Wetter: sonnig, wechselhaft, 18°C
Stille: 4/5
Website: http://www.saar-hunsrueck-steig.de

Das Ruwertal

Das Ruwertal

Es ist so weit. Das lang ersehnte lange Wochenende hat uns gestern nach Bonerath im Hochwald eingeladen. Nachdem wir in den vergangenen Jahren den Eifelsteig gelaufen sind, wollen wir uns nun den Saar-Hunsrücksteig vorknöpfen. Hildegards Haus wird für 3 Nächte unsere Bleibe sein und sie selbst eine perfekte Gastfrau. Gestern abend nach Ankunft drehten wir in der Abendsonne schon mal eine schöne Runde um den kleinen Ort.

Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns mit Tagesrucksack und in kurzer Hose auf den Weg. Regen war angesagt, war aber weit und breit nicht zu sehen. Im Gegenteil laufen wir im Sonnenschein durch die blumenreichen Wiesen oberhalb der Riveristalsperre. Hier oben darf nicht gedüngt werden und das ergibt eine enorme Blumenvielfalt. Langsam geht es den bewaldeten Hang hinunter zum Talboden. Unterwegs lässt eine über 20 m hohe Quarzitfelsformation einen staunen und gelegentlich gibt es auch ein paar krasse Steigungen.

Nun passieren wir oberhalb von Riveris in Richtung Morscheid mit Blick auf Schloss Marienlay und das weite Ruwertal. Herrlich sonnig ist es hier oben und die Feuerwehr hat die Väter des Dorfes um ein Bierzelt versammelt zur Vatertagsfeier. Stur stapfen wir weiter nach Waldrach, durch grüne Alleen von wilden Rosen und blühenden Sträuchern: meine Allergie kriegt es heute schwer. In Waldrach stoßen wir auf die Ruwer selbst, bestaunen die gegenüberliegenden Weinberge und eine Rekonstruktion der unterirdischen römischen Wasserleitung nach Trier. Auch der Ruwer-Radweg führt hier entlang; im Gegensatz zur Wanderstrecke sind hier wohl viele unterwegs, sogar erstaunlich viele Väter mit Kind ;-). Auf einem Grasweg mit Blick auf Kasel machen wir Mittagspause auf einer Bank. Es ist inzwischen richtig warm geworden hier unten im Tal.

Gut, dass wir uns gestärkt haben, denn nun geht es links hoch in ein Seitental, von 150 m auf mehr als 350. Der Wald spendet zum Glück Schatten, während wir uns langsam hocharbeiten. Oben wartet uns ein herrliches Rundumpanorama mit Blicken bis ins Moseltal und die Eifel. Die Zivilisation wird auch sichtbar, aber wer dachte, dass die Trierer Vorstädte nichts zu bieten hätten, täuscht sich. Durch herrliche naturbelassene Wiesen geht es am Stadtteil Filsch vorbei und langsam runter zum Trimmelter Hof. Unterwegs passieren wir noch eine beeindruckende 400 Jahre alte Eiche und laufen durch ein tief eingeschnittenes Bachtal. Über unseren Köpfen surrt es nur so vor Bienen in den zahlreichen Akazien. Turmfalke und Rotmilan suchen nach Beute.

Nun erreichen wir den offiziellen Start-, bzw. Endpunkt des S-H-Steigs auf einem ziemlich öden Parkplatz.

Den Zugangsweg nach Trier laufen wir bis kurz vor dem Petrisberg, wo wir links abbiegen (Achtung beim Track) ins Stadtteil Olewig. Dort weiß Hildegard nämlich eine Brauerei mit Biergarten und bei diesen schwülwarmen Temperaturen sind wir komplett unterhopft geraten. Eine nette Nachbarin aus Bonerath wird uns vor allzu Schlimmem behüten und holt uns freundlicherweise ab.

Als Einstiegsetappe war das heute eine herausfordernde Tour mit sehr viel Abwechslung und einer spitzen Wegführung. Ach so ja, die Beschilderung ist auch Spitze; Karte oder GPS-Track kann man zu Hause lassen. Morgen laufen wir von Bonerath nach Kell am See.

Foto-Album bei Picasa              Track bei GPSies

P.S. Schön, dass gerade dieser Bericht mein 100. Beitrag ist 🙂

Advertisements

9 Reacties op “Saar-Hunsrück-Steig Etappe 15: Bonerath – Trier

  1. De Saar-Hunsrück steig en Eifelsteig zijn 2 routes die op mijn to do lijstje staan van wandelvakanties. Niet ver en toch al zo anders! Inderdaad wel lastig als je allergie hebt nu met al die pollen in de lucht. En nu op naar de 200ste bijdrage, hé!

    • Bedankt voor je reactie, Annelies. Met deze Steig zijn we nog wel een tijdje zoet, denk ik. En bijdragen 101 en 102 komen er weldra aan 😉 Voorlopig staat het wandelen nu op een laag pitje. Ik moet dringend iets doen aan mijn fietsconditie. Verklaring volgt later 😉

  2. Hach Guido,
    herrlich dass du die Sehnsucht noch einmal schürst 🙂
    Herrliche Aufnahmen, von einer super schönen Landschaft

    LG
    ELke

  3. Der Hunsrück hat wirklich eine sehr reizvolle und abwechlungsreiche Landschaft. Eine sehr gute Wahl also. Lange bevor ich mit der Wanderei in Berührung kam, war ich dort eine Woche kreuz und quer mit dem Auto und meiner mir frisch Angetrauten unterwegs. Selbst fahrend hat uns dort alles gut gefallen.

    • Ja Uwä, reizvoll und abwechslungsreich. Und irgendwie anders als die Eifel (Eifelsteig), weiß nur noch nicht recht, in welcher Hinsicht… Also die Wegführung ist einsame Spitze… vielleicht einsamer. Na, ich komm schon noch dahinter 🙂

  4. Wir (meine Familie und ich) sind über Pfingsten im Saarland. Leider nicht zum wandern. Die Wege hier sind herrlich. Mettlsch und die saarschleife mit Cloef sind wirklich klasse. Danke für diese Erinnerung.

    Liebe Grüße
    Jürgen

    • Danke auch, Jürgen – Wie du im 3. Bericht lesen wirst, sind wir hinter Kell am See tatsächlich in Richtung Saarland abgebogen (statt nach Idar-Oberstein). Das bedeutet, dass nächstes Jahr die Saarschleife auf dem Programm steht. Steht nur noch nicht fest, ob wir in Perl anfangen oder da, wo wir jetzt aufgehört haben.

Geef een reactie - Freue mich auf Kommentar

Vul je gegevens in of klik op een icoon om in te loggen.

WordPress.com logo

Je reageert onder je WordPress.com account. Log uit / Bijwerken )

Twitter-afbeelding

Je reageert onder je Twitter account. Log uit / Bijwerken )

Facebook foto

Je reageert onder je Facebook account. Log uit / Bijwerken )

Google+ photo

Je reageert onder je Google+ account. Log uit / Bijwerken )

Verbinden met %s