Saar-Hunsrück-Steig: Von Hellendorf zur Saarschleife und nach Mettlach

Fr 15-5-2015
Etappe 2 Hellendorf – Mettlach
Abstand: 17,3 km (↑368 HM)
Wanderzeit: 11.00 – 17.00
Wetter: sonnig, 15°C
Stille: 5/5
Website: http://www.saar-hunsrueck-steig.de

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Heute geht’s zum Highlight des ersten SHS-Teils, der Saarschleife. Das Wetter weiß nicht so recht, aber wir wissen und so sind wir bald unterwegs zwischen Hellendorf und Tünsdorf. Es geht zuerst auf Matschwegen (nach dem Regen heute nacht) durch den Wald, an Feuchtgebieten vorbei, dann durch Wiesen und Streuobstflächen bis wir so gegen Mittag ein Waldstück hinuntergehen und am Wasserfall und Fischweiher der Neumühle landen.

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Afb 00003Da dies unsere Bleibe für die 3 Wandertage ist, wissen wir bestens, wo der Getränkeschrank steht und wir essen erstmal unsere Brote. Eine gemütliche Herrentruppe, alle mit Hut, die wir unterwegs getroffen hatten, macht es sich auf der Bank vor dem Meditations- und Begegnungszentrum ebenfalls gemütlich, mit Wurst, Brot und Wein. Karin, der es heute früh nicht so gut ging, wird uns ab hier wieder begleiten.

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Wir brechen auf und tauchen hinter der Neumühle in den Steinchenwald hinein. Ganz still (bis auf das fröhliche Vögelgezwitscher) ist es hier und verwunschen; bald geht es abenteuerlich an einer Art Steinbruch vorbei und der Weg klettert auf die Höhen.

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In unserer Gruppe geht inzwischen jeder sein eigenes Tempo; wer lieber schwätzt, kann das machen; wer lieber mit sich alleine ist, ebenso. Das finde ich so toll an unserer gemischten deutsch-belgischen Wandergruppe und ist eigentlich schon so seit dem Anfang in Kornelimünster auf dem Eifelsteig. Zum Reden bleibt ja noch genug Zeit vor und nach den Wanderetappen beim gemeinsamen Frühstück und abends in gemütlicher Runde.

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Und so habe ich das herrliche Saarlandpanorama hier oben ganz für mich allein, sehe nur ab und zu hinter mir die Wandersilhouette von Anne. Der Wind pfeift recht kalt hier oben, aber die Sonne bricht jetzt durch die Wolken und in dem Tannenwald bei Orscholz ist man wieder geschützt. Afb 00011Die vielen Wanderbeschilderungen hier verraten, dass der Aussichtspunkt näher rückt. Fast trete ich auf eine Blindschleiche, die sich mitten auf den steinigen Wanderpfad gelegt hat zum Aufwärmen. An den Orkels-Felsen überholt mich ein schwerbepackter Schnellwanderer, der sich aber so oft verläuft, dass ich noch vor ihm das Cloef-Atrium erreiche.

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Die sonnige Terrasse neben dem großen Fischteich lädt absolut zum Rasten ein. Der erste, der zwischen den Bäumen auftaucht, ist der Bernd mit seinen Siebenmeilenstiefeln. Die Anne geht in der Tourist-Info auf die Suche nach Andenken und wenn auch die andern aufkreuzen, suchen wir uns einen schönen Sitzplatz aus in der Sonne und verwöhnen uns selbst. Schwer sich von hier loszureißen, aber auf uns wartet ja das Wanderhighlight.

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Auf parkähnlichen Wegen geht es nun fix zum Aussichtspunkt. Vor der Mauer stehen dutzende Touristen aus aller Welt und staunen nicht schlecht: welch ein Panorama bietet sich hier auf die Saarschleife! Wunderschön der Ausblick, allerdings muss man fast anstehen, um vorne an die Mauer zu kommen. Hinter uns hat ein Orscholzer Schnapsbrenner seine Ware aufgestellt und lädt zum Proben ein, was ich angesichts der Wärme und der bevorstehenden Kilometer mal lieber sein lasse. Doch es hat uns auf Ideen gebracht.

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Afb 00029Weiter geht’s nun in den schattigen Lutwinuswald, auf dem Tafelweg und Europäischen Fernwanderweg X3. Wir laufen hoch über der Saar auf teilweise felsigen Pfaden (die mich an die Buntsandsteinroute bei Nideggen erinnern). Immer wieder schöne Ausblicke auf die Saar tief unten im Nachmittagslicht. Wenn ich stolz 3 asiatischen Mädchen konitsjiwa (Japanisch für good evening; dabei ist noch gar kein Abend 😉 ) wünsche, erwidern sie verlegen: ‘we are chinese’! Tja – so weit meine Asienkenntnisse!

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Inzwischen hat der Waldweg sehr an Höhe verloren und rücken die ersten Häuser von Mettlach näher. Auf einem schattigen Teerweg erreiche ich die hübsche Saarbrücke, die gerade restauriert wird, zumindest der Straßenbelag, mit Staus auf beiden Ufern zur Folge. Links sehe ich die Fabriksgebäude von Villeroy & Boch und das Zentrum von Mettlach erweist sich als ein einziges Outletzentrum, eine Konsumhochburg sozusagen.

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Von hier aus geht es mit dem PKW wieder nach Tünsdorf und nach Hellendorf zum andern Auto, doch in Büschdorf hatten wir doch einen Schnapsbrenner geortet! Ein freundlicher Herr mustert uns aufmerksam an der großen Hoftür und lädt uns ein, ihm in den Hinterhof zu folgen. Er rät uns, die Autotür auf jeden Fall sorgfältig abzuschließen und erzählt uns von der Grenzkriminalität in dieser durchaus ländlichen Gegend. Nach der Verköstigung decken wir uns literweise ein mit dem köstlichen Edelbrand (für mich Williamsbirne und Mispel) und fahren zurück zur Neumühle, ganz schön hungrig inzwischen. Ein toller Wandertag war’s heute!

Foto-album      Mein Track

Advertenties

5 Reacties op “Saar-Hunsrück-Steig: Von Hellendorf zur Saarschleife und nach Mettlach

  1. Gerade der Weg von der Cloef nach Mettlach mit seinen Felsbalkonen hoch über der Saar hat mich schwer beendruckt. Ein toller Bericht.

    Guten Abend. 🙂
    Jürgen

  2. Deze verslagen terug met aandacht gelezen. Volgend jaar wil ik ook starten met een steig voor een wandelvakantie maar ik twijfel nog tussen de eifelsteig, SHR-steig of moezelsteig. Of misschien wordt het wel het kustpad op het eiland Wight.

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