Saar-Hunsrücksteig Etappe 3: Von Mettlach nach Bergen durch das schöne Saarhölzbachtal

Sa 16-5-2015
Etappe 3 Mettlach – Bergen
Abstand: 16,6 km (↑623 HM)
Wanderzeit: 11.00 – 16.00
Wetter: sonnig bis bedeckt, 13°C
Stille: 5/5
Website: http://www.saar-hunsrueck-steig.de

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Tja, nach den zahlreichen Kommentaren zu meinen vorigen SHS-Berichten kann ich ja wohl nichts anderes als fleißig weiterberichten 😉 Wie spät haben wir? Elf Uhr schon wieder, es war eben nicht leicht, das Abholauto nach Bergen (nicht in Norwegen, im Saarland!) zu fahren. Inzwischen genießen wir einen doppelten Espresso in der Fußgängerzone von Mettlach und die wärmende Sonne. Hildegard hat uns gestern abend leider verlassen müssen.

Zunächst laufen wir zum Alten Turm, dem ältesten religiösen Bauwerk des Saarlandes, im Abteipark gelegen. In der alten Abtei befindet sich die bekannte Porzellanfabrik, mitsamt Museum. Nach einem kurzen Blick auf den Innenplatz klettern wir hoch zum ehemaligen Schloss, heute Hotel, wo man einen wunderschönen Blick auf die Saar und Mettlach hat. Tolle Bäume aus aller Welt hat man hier gepflanzt. Nun geht es aber zur Sache: im Tannenwald muss der Afb 00009ganze Aufstieg aus dem Saartal in kurzen Serpentinen überwunden werden. Schweißtreibend kommen wir vereinzelt oben an und werden mit tollen Aussichten auf Saarhölzbach belohnt. Das ist zum ersten Mal richtig Hunsrück. Ich bin begeistert und laufe den Schotterweg durch die duftenden Wiesen bis zur “Eichenlaubstraße”. Hinter dem Hof Pitzwald geht der Weg auf und ab durch Blumenwiesen. Ich, der ich dachte aufgrund abnehmenden Hörvermögens keine einheimischen Grillen mehr hören zu können, genieße tausendfach das Zirpen der geflügelten Insekten. Eine Ruhebank bietet sich zum Picknick an, sodass die Gruppe wieder vollständig wird.

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Der Wind ist aber kalt und lange fackeln wir nicht. So gehen wir durch den Wald runter ins Saarhölzbachtal. Zunächst an einigen Fischteichen vorbei, dann zunehmend abenteuerlich auf einem schmalen Pfad mit alten Grenzsteinen. Das von Frankreich verwaltete Saarland hat auf seiner Seite der Grenzsteine ein “S”, auf der andern Seite ein “D”. Sowieso bekommt man im stillen bewaldeten Bachtal hier unten häufig Informationstafeln zur reichen Geschichte dieses abgelegenen Tales.

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Dann steigt unser Weg aus dem Tal heraus fast 200 m auf die Höhen oberhalb von Britten. Die Anne verläuft sich und läuft nach Britten rein, wo sie sich an die Fahrt von heute morgen erinnert und instinktiv in Richtung Bergen geht. Wir laufen an dem Windmühlenpark vorbei, kreuzen die B268 und genießen in den Kornfeldern und Wiesen die herrlichen Weitblicke auf das Saarland.

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Noch ein kleines Sumpfgebiet gehört durchquert und dann geht es durch den Wald zu einem Indianerlager, wo ich erstmal auf die anderen warte und wir dann gemeinsam rechts abbiegen zur Girtenmühle. In der Campingplatzkneipe löschen wir den Durst und warten auf Anne, die wenig später aus unerwarteter Richtung angestiefelt kommt. Das Wetter ist inzwischen sehr ungemütlich geworden und bei dem kalten Wind gehen wir von dannen Richtung Auto in die Dorfmitte von Bergen.

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Zum Abschied unseres 2. SHS-Treffens fahren wir nach der Dusche und dem Packen ins nahe gelegenen Merzig, in eine als bessere Sorte eingestufte Speisegaststätte. Es ist Samstagabend und die Stadt gefällt mir überhaupt nicht: lauter grölende Halbstarke, die mit quietschenden Reifen durch die leeren Straßen fegen, weit und breit keine Polizei zu sehen… Ich hatte mir geschworen in Deutschland keinen Meeresfisch mehr zu bestellen, zu viel schlechte Erfahrungen, und es kam wie es kam… vor lauter Paniermehl nicht zu genießen! Egal, unsere Runde war gemütlich und während unsere deutschen Wanderfreunde sich weiter unterhielten mit eingeladenen Gästen, machten wir uns auf den langen Weg nach Hause. Ein tolles Christi-Himmelfahrtswochenende auf dem Saar-Hunsrücksteig macht Lust auf neue Abenteuer.

Foto-Album                Mein Track

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3 Reacties op “Saar-Hunsrücksteig Etappe 3: Von Mettlach nach Bergen durch das schöne Saarhölzbachtal

  1. Pingback: Saar-Hunsrück-Steig: Von Bergen nach Waldhölzbach | guidowke's wandelblog

  2. Ach Guido, der Hunsrück ist so schön. Dein Bericht erinnert mich an meinen Urlaub dort, im vergangenen Jahr.
    Mir gefällt die Art, wie du diesen Bericht verfasst hast sehr sehr gut.
    Und ja, wir lassen den Fisch unter seiner Paniermehrschicht nicht mehr zum Geschmack kommen 😦

    Einen lieben Gruß aus dem windigen Leverkusen
    Elke

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